Im wwweblernen-blog schreibe ich, d.h. Martin Lindner über „Lernen im Web“. Lernen nach dem digitalen Klimawandel. Und das betrifft genau genommen alle, die öfter als einmal in der Woche etwas in Google suchen.

Das Blog wurde gestartet, weil ich vor zwei Monaten im Gespräch mit Thea Payome vom Checkpoint-elearning* (s.u.) selbst überrascht festgestellt habe, dass deutschsprachige Blogs dieser Art fehlen:

  • Ich will zwei, dreimal in der Woche konsequent aus der Perspektive der Weblerner schreiben, d.h. nicht aus der Perspektive von Lehr-Institutionen. Aus der Sicht der mehr oder weniger motivierten, von der Krise geängstigten lebenslangen Lerner, die ein Stichwort in Google eingeben und sich sofort inmitten einer Wolke von Information wiederfinden.
  • Das Blog soll die Ideen und den Tonfall der besten englischsprachigen Web 2.0 / Learning 2.0-Blogs, die ich kenne, ins Deutsche bringen. Und d.h. zuerst einmal schlicht, wichtige Stellen zu übersetzen, um sie in den deutschen Diskurs einzuschleusen. Natürlich lesen die guten deutschen Blogger englischsprachige Blogs, und sie verlinken sie auch, aber um viral zu wirken, müssten die Kernsätze deutsch verfügbar sein. So wirkt es oft immer noch so, als ob das zwei Welten wären, die wenig miteinander zu tun haben.
  • Das Blog soll weder journalistisch noch persönlich sein, und trotzdem etwas von beidem. Es soll eine persönliche Stimme entwickeln (die zu finden, wird eine Weile dauern), und zugleich versteht es sich auch als Informationsquelle, die das Themenfeld „Weblernen“ auch für Nicht-Insider aufbereitet. (Ungefähr so, wie es das Read/Write Web-Blog für das „Web 2.0“ tat, als es noch allein von Richard McManus geschrieben wurde.)
  • Und schließlich organisiert dieses Blog die Aspekte von „(e-)Learning 2.0“ und „Bildung 2.0“ rund um 5 Kernthemen: Persönliche Lern-Ökosysteme, Lernen in der Krise, Web-Arbeiten, Werkzeug 2.0 und „Web-Lehre“.

Damit ist bereits klar, dass hier im Weblernen-Blog die Medienerfahrung der einzelnen LernerIn im Zentrum steht – die steht am Anfang, ganz gleich, ob formell, halbformell oder informell gelernt wird. Und diese Medienerfahrung ist geprägt von den Technologien, denen man sich aussetzt.

Simpel gesagt: Microsoft-Lerner unterscheiden sich von Google-Lernern, und das gilt entsprechend für die unabsehbar vielen, faszinierenden Web 2.0-Anwendungen, die jede Woche neu herauskommen.

Das Blog konzentriert sich auf diese konkrete Erfahrung der User. Das heißt auch: Ausgeklammert werden zum einen Grundsatzdiskussionen zur Philosophie und Pädagogik der „Neuen Medien“ und zum anderen die Versuche, alte Lernformen irgendwie mit neuen Medien aufzupeppen.

Mal sehen, wie es läuft.

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* Dieses Blog wurde in Kooperation mit CHECKpoint.elearning aufgesetzt: als komplementäre Ergänzung zum dortigen e-Learning Newsletter, der ein ganz anderes Themenfeld und einen ganz anderen Blickwinkel hat. „In Kooperation“ heißt: Wir haben die Idee im Gespräch entwickelt, das Blog wird über CHECKpoint-elearning verlinkt und gelegentlich über den Newsletter beworben. Weitere geschäftliche Verbindungen bestehen nicht.

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