„Was man jetzt überlegen muss in Schulen, in Unternehmen: Was tun die Leute wirklich, wenn sie lernen und wissensarbeiten, d.h. wenn sie vor dem Computer sitzen? Also nicht: Was sollen sie tun. Und nicht: Was glauben sie selbst, dass sie tun. Und da stellt sich eben heraus, dass ihr Tag, ihr Workflow, ihr Informations- und Wissensprozess aus sehr vielen kleinen Fragmenten besteht. Und um die dann wieder zusammenbringen, dafür ist jetzt jeder selbst allein verantwortlich. Früher haben das Bücher erledigt, oder eben ‚der Apparat‘. Das ist vorbei. Das Problem ist ja: Wir haben Makro-Strukturen und leben in einer Mikro-Wirklichkeit.“

Undsoweiter in dieser Art. Hier ist ein kurzes YouTube-Interview vom Rand der Online Educa, in dem ich in 6 Minuten versuche zu sagen, was es mit „Microcontent“, „Microinformation“ und „Microlearning“ im neuen digitalen Ökosystem auf sich hat.

Tatsächlich sehe und verlinke ich mich ungern (Bad Hair! Nerviges Augenschließen beim Formulieren! …). Hier habe ich mich überwunden, es doch zu tun, denn es scheint so, dass ich mündlich und spontan die Grundideen einfach besser auf den Punkt bringe. Wenn ich versucht hätte, das gezielt aufzuschreiben, hätte es lang gedauert und es wäre schlechter geworden. Danke, Basti Hirsch! (Der hat die Fragen für die sehr empfehlenswerte Scope-Expertengespräch -Reihe gestellt und denkt mit seinen „bildungsburg“-Kollaborateuren gerade über eine Uni 2.0 nach.)

Fußnote: Lustig, dass die Art zu reden hier ein wenig an den alten Dutschke-Tonfall der 1968er erinnert, völlig unabsichtlich natürlich. Das hat mich ja in meiner 1970er-Jahre-Provinz-Jugend nur noch als sehr verdünnter Abglanz erreicht. Aber irgendwie passt das sogar: Wenn es so etwas wie eine Umwälzung gibt in dieser völlig in alten Routinen erstarrten Gesellschaft, in den Unternehmen, Universitäten und Schulen, dann findet sie gerade im Web statt, software-getrieben.

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